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ehemalige Bauerschaft Western
Haus-Nr. ab 1769:
Paderborn 160
Haus-Nr. ab 1877: A86 Rathausplatz
1769: Rathausplatz 9
Adresse ab 1897: Rathausplatz 9
heute : Rathausplatz 9, 33098 Paderborn
von Natrop
weitere Besitzernamen : um 1750 von Asseburg, 1897 Witwe Ferdinand Schöningh / Buchhandlung und Druckerei, um 1960 Ferdinand Schöningh KG / Verlagsbuchhandlung und Druckerei,
Fotos
Wohn- und Geschäftshaus um 1910, Blickrichtung Südost
Schrägluftbild Rathaus und Rathausplatz in den 1930er, Blickrichtung Südost
www.archive.nrw.de / Paderborn, Stadtkern
Wohn- und Geschäftshaus 2025, Blickrichtung West
und Blickrichtung Süd
Geschichte
Wilhelm Anton Freiherr von der Asseburg wurde am 16. Februar 1707 auf Schloss Hinnenburg bei Brakel geboren, im Oberwaldischen Distrikt des Hochstifts Paderborn, dem er später als Fürstbischof vorstehen sollte. Er erhielt 1737 in Münster und 1744 in Paderborn ein Domkanonikat. In Osnabrück war er ebenfalls Domherr und leitete dort ab 1740 das Offizialatsgericht. 1754 übernahm er das Amt des Osnabrücker Dompropstes, um als Präfekt die Regierung zu leiten. Vermutlich hatte er hier in diesem Haus vor seiner Bischofswahl einen seiner Wohnsitze.
Am 25. Januar 1763 wählte das Paderborner Domkapitel Wilhelm Anton von der Asseburg zum Bischof. Er war ein Mitglied des niedersächsischen Adelsgeschlechts von der Asseburg und bis zu seinem Tod, am 26. 12. 1782 in Schloß Neuhaus, der 52. Fürstbischof des Hochstifts Paderborn.
1769 veranlasste er die Gründung der Brandversicherungsgesellschaft in Paderborn, die als eine der ersten Solidarkassen gilt und dadurch die Hausnummer für die Paderborner Häuser vergaben.
Um 1830 war die Familie von Natorp im Besitz des Hauses.
Zu Besitzer Ferdinand Schöningh / Buchhandlung und Druckerei siehe Haus Nr. 159
Inschriften
Aus dem Buch „Paderborner Inschriften“ von Paul Michels 1957
In der Westwand des Hauses (erbaut 1731) auf dem Hof ist im Schlußstein eines Torbogens das Wappen derer von Asseburg angebracht, daneben links 17 und rechts 31. Näheres darüber ist einer späteren Arbeit vorbehalten (Abb. Tafel XVIIT, 7).
Das Haus wurde im 2. WK 1945 bei Luftangriffen auf Paderborn zerstört. Der Stein ist aus den Trümmern gerettet und soll beim Wiederaufbau einen neuen Platz finden.
Karten
Preußisches Ur-Kataster Paderborn 1830 (Amt für Geoinformationen, Kataster und Vermessung, Paderborn)
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1829-30, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
(öffnen und mit rechter Maustaste auf „In Umlaufbahn um diesen Standort kreisen“)
Dokumente
Wohn- und Geschäftshäuser, die um 1810 einen Wert von mehr als 1000 Taler in der Brandversicherung nachwiesen.
Postkarte vom Rathausplatz in Paderborn um 1900, Blickrichtung Südost
Schrägluftbild 1930er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 1960er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung Ost
Besitzer im Häuser-Verzeichniß von 1897
Verweise
Testament des Faktor Ignatz v. Natorp zu Paderborn von 1819
Verzeichnungseinheit Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe M 9 Paderborn / Land- und Stadtgericht bzw. Kreisgericht Paderborn, Nr. 319
Auskünfte
Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Altertumsverein Paderborn
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Sitz im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Die Informationen zu den Häusern der Paderborner Kernstadt werden seit 2023 mit Hilfe des Geschichts-Stammtisch Paderborn „GSP“ erarbeitet.
Auskünfte zu einzelnen Häusern und Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de



















