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ehemalige Bauerschaft Kämper
Haus-Nr. ab 1769:
Paderborn 158
Haus-Nr. ab 1877: A112 Klingelgasse
1769: Gaden zu Kamp 8
Adresse ab 1897: Klingelgasse 1
heute zu: Kamp 8, 33098 Paderborn
N.N.
weitere Besitzernamen : 1897 Priesterseminar, um 1960 Land NRW, heute Mensa des Gymnasium Theodorianum
Fotos
Wohn- und Geschäftshaus 2020, Blickrichtung Nordwest
Wohn- und Geschäftshaus 2020, Blickrichtung Nord
Bei dem Vorgängergebäude lag die Front ca. auf Höhe des Baumes.
Geschichte
Das Grundstück gehörte ab 1608 dem Matthäus Brückner, vom Beruf Buchdrucker und beruflich Pontanus genannt (Bruggener lateinisch Pontanus).
Er stammte gebürtig aus Hildburghausen in Thüringen und gründete 1597 die erste Buchdruckerei in Paderborn. Er verstarb 1624 in Paderborn. (Hierzu siehe Buch : [400 Jahre Buchdruck in Paderborn] Maria Kohle, Paderborn, 1997)
1853 wird das Haus durch das Pristerseminar vom Dr. Gehrken für den Neubau eines notwendigen zusätzlichen Pristersemiars erworben. (Hierzu siehe Kapitel 10 im Buch : Geschichte des bischöflichen Priesterseminars zu Paderborn vom Jahre der Gründung 1777 bis zum Jahre, Joh. Schäfers 1902)
Rekonstruktion von Wilhelm Richter
Auszug aus dem Buch von 1902 :
Beichreibung des „Neuen Haufes“. Berkauf des Gehrkenjchen Haufes
„Um den gegebenen Platz gut auszunüßen, wählte man für den Grundriß des Neubaues die Hufeisenform, und zwar so, daß die beiden äußeren Flügel, der nördliche und der südlcihe, von Westen nach Osten sich erstrecken, während der mittlere von Norden nach Süden sich erstreckt; nach Westen und Süden wird das „Neue Haus“ von der Klingelgaffe begrenzt. Die Architektur des Neubaues schließt sich an die des Kollegienhauses nicht an; im Äußern stellt sich derselbe als ein schlichter, in gelben Backfteinen ausgeführter Bau dar, bei weldem Sandsteingesimse und Sandsteineinfassungen, wie beim Kollegienhause, nicht zur Verwendung gelangt sind. Die Korridoranlage ist einseitig, und dadurch ist es ermöglicht worden, daß besonders in den beiden oberen Stockwerken die Gänge luftig und hell sind. Eine Sandfteintreppe, im Winkel des südlichen und westlichen Flügels gelegen, und eine hölzerne Treppe im Nordflügel vermitteln die Zugänge zu den oberen Etagen. Die Größe der Seminaristenzimmer beträgt durchjchnittlich 3×6 Meter bei einer Stodwerkhöhe von ungefähr vier Metern. Wegen der Fundamentierungsschwierigkeiten verzichtete man auf eine Unterkellerung, eim Umstand, der die Wohnlichfeit des Erbgeschosses sehr beeinträchtigt hat; nur unter dem Nordflügel sind zwei keine Keller angebracht.“
Das Gebäude wurde im 2. WK 1945 bei Luftangriffen auf Paderborn zerstört. Der nördliche Teil kam bei dem Neubau zu Kamp 8.
Karten
Preußisches Ur-Kataster Paderborn 1830 (Amt für Geoinformationen, Kataster und Vermessung, Paderborn)
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1829-30, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
(Die rote Markierung zeigt den ungefähren Standort des ehemaligen Gebäudes an.)
(öffnen und mit rechter Maustaste auf „In Umlaufbahn um diesen Standort kreisen“)
Dokumente
Schrägluftbild 1930er, Blickrichtung Südost
Schrägluftbild 1960er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung West
Besitzer im Häuser-Verzeichniß von 1897
Verweise
Auskünfte
Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Altertumsverein Paderborn
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Sitz im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Die Informationen zu den Häusern der Paderborner Kernstadt werden seit 2023 mit Hilfe des Geschichts-Stammtisch Paderborn „GSP“ erarbeitet.
Auskünfte zu einzelnen Häusern und Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de
















