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ehemalige Bauerschaft Kämper
Haus-Nr. ab 1769:
Paderborn 148
Meyer
weitere Besitzernamen : 1725 Posthof, 1897 Hotel „Preußischer Hof“ Kleine / Bäckermeister, um 1915 „Kaiserhof“, um 1960 Bonivatiusverein e.V.
Fotos
Kampstraße 1916, Blickrichtung Ost
Kampstraße 1950er, Blickrichtung Südwest
Kamp 22, Blickrichtung Südwest 2025
Kamp 22, Blickrichtung Südost 2025
Geschichte
Der Paderborner Posthof wurde 1725 nach Plänen von Franz Christoph Nagel errichtet. Nach dem Umzug der Post an den Marienplatz wurde das Gebäude zum Gasthof (Preußischer Hof, später Kaiserhof) umgebaut.
Die Paderborner konnten ihre erste Kinoerfahrung im Kaiserhof am Kamp machen. Der etablierte Paderborner Gasthof und Hotel verfügte über einen großen Saal, in dem regelmäßig Konzerte, Bälle und Vorträge stattfanden. Der Berliner Schausteller Jeschke mietete den Saal des Hotels am 2. und 3. Oktober 1898 und zeigte ein Programm mit astronomischen Aufnahmen, einer verunglückten amerikanischen Nordpolfahrt der „Jeanette” und Ansichten aus verschiedenen Ländern. Der Berliner Schausteller gab an den beiden Spieltagen jeweils eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung.
Das Haus am Kamp östlich vom Liboribrunnen wurde im 2. WK 1945 bei Luftangriffen auf Paderborn vollständiger zerstörten und bereits 1946 wieder neu errichtet. In dem neuen Haus ist heute das katholische Bonifatiuswerk untergebracht.
Nach einer umfangreichen Sanierung im Jahre 2017 entspricht das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Gebäude nun den notwendigen Erfordernissen eines modernen Bürogebäudes. Es wurde vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken umfangreich saniert. Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass das Bonifatiuswerk und das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe nun nicht mehr allein unter dem Dach des ehemaligen Posthofes und Gasthauses tätig sind. Es ist nun auch die Geschäftsstelle der Malteser in der Erzdiözese Paderborn im Gebäude zuhause. Die Sanierung und der Umbau seien gemeinsam geplant worden, um so ein optimales Raumkonzept für alle Einrichtungen im Haus zu schaffen. Gesegnet wurde das Bonifatiushaus am 26. Januar 2017 durch den Generalvikar des Erzbistums Paderborn, Alfons Hardt, der den erkrankten Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, vertrat.
Karten
Preußisches Ur-Kataster Paderborn 1830 (Amt für Geoinformationen, Kataster und Vermessung, Paderborn)
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1829-30, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
(Die rote Markierung zeigt den ungefähren Standort des ehemaligen Gebäudes an.)
(öffnen und mit rechter Maustaste auf „In Umlaufbahn um diesen Standort kreisen“)
Dokumente
Wohn- und Geschäftshäuser, die um 1810 einen Wert von mehr als 1000 Taler in der Brandversicherung nachwiesen.
Der Haupteingang zum Hotel im Jahre 1920
Die drei Eingänge/Tore des Hauses (Mitte / Links / Rechts)
Schrägluftbild 1930er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 1970er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 2020er, Blickrichtung Süd
Besitzer im Häuser-Verzeichniß von 1897
Verweise
Auskünfte
Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Altertumsverein Paderborn
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Sitz im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Die Informationen zu den Häusern der Paderborner Kernstadt werden seit 2023 mit Hilfe des Geschichts-Stammtisch Paderborn „GSP“ erarbeitet.
Auskünfte zu einzelnen Häusern und Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de






















