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ehemalige Bauerschaft Kämper
Haus-Nr. ab 1769:
Paderborn 74
Hoppe
weitere Besitzernamen : 1897 Frau Hoppe / Witwe (Franz Hoppe / Bäcker und Brauer), 1906 Anton Bobbert / Gastwirt, um 1960 Bernhard Ewers / Rentner,
Fotos
Der Eingang zum Gasthof, Ostseite zur Grube-(Straße)
Gasthaus in der Grube um 1940, Blickrichtung Nordwest
Gasthaus „Bobbert“ um 1995, Blickrichtung Südwest
Gasthaus in der Grube um 2025, Blickrichtung Südwest
Geschichte
Das Gebäude in der Grube 6 wurde 1740 erbaut. An dem schönen Fachwerkhaus, das durch seine Haustür und den erkerartig vorgebauten kleinen Schaukasten auffiel, stand in einer vertieften Fläche der Stockwerksschwelle über der Haustür:
- CHRIsTVs : REX : AETERNVS : / CONFIDENTEM : IVVaAsAT : In opERIBVs.
= Christus, der König der Ewigkeit, hat dem, der ihm vertraute, bei seinen Arbeiten geholfen.
Dieses Haus hat dem reichen Stadtkämmerer Bern. Höckelmann gehört, der sogar der Stadt aus Geldverlegenheiten helfen mußte. Schenswert waren innen die Zimmertüren mit reich geschnitzten Füllungen (Paderborner Inschriften, Paul Michels 1957).
Die Gaststätte wurde dann 1814 von dem Bäckermeister Anton Hoppe übernommen. Am 19. Mai 1831 gründeten 17 Herren in dieser Gaststätte den Paderborner Bürgerschützenverein und wählten Anton Hoppe zum ersten Schützenkönig. 1897 erhielt der Lokomotivführer i. R. Ferdinand Brand, für diesen Gasthof und das dazu gehörende Restaurant eine Schankkonzession. Auch sieht man, wie auf der Postkarte (unten) zu sehen ist, dass es einen großen Saal für Versammlungen und Feiern gab. Hoppe betrieb hinter der Gastwirtschaft eine Brauerei im ehemaligen Haus 75, das aber Ferdinand Brand später abbrechen ließ. 1906 übernahm der aus Westerlindenfeld bei Brakel stammende Anton Bobbert die Gaststätte. Die Gaststätte trägt seither seinen Namen.
Blick auf den Markt 1946/47, Blickrichtung Süd.
Das Haus wurde im 2. WK 1945 bei Luftangriffen auf Paderborn zerstört. Schon 1947 konnte Josef Bobbert ( *12.11.1907 + 22.03.1965), der Sohn des Wirts Anton (*31.1.1864 + 12.3.1924), in dem noch intakten Teil der ehemaligen Kegelbahn die bekannte Gaststätte Bobbert wieder eröffnen. Das Gebäude wurde 1996/97 abgerissen, da die Volksbank Paderborn dort ein neues Gebäude bauen wollte. Sie hatte das Grundstück schon 1986 erworben. Seit Juli 2011 wird das neue Bobberts-Restaurent in dem Neubau der Volksbank betrieben. Der Standort ist zwar nicht exakt derselbe wie früher, sondern 20m weiter westlich in der Passage.
Karten
Preußisches Ur-Kataster Paderborn 1830 (Amt für Geoinformationen, Kataster und Vermessung, Paderborn)
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1829-30, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
(öffnen und mit rechter Maustaste auf „In Umlaufbahn um diesen Standort kreisen“)
Dokumente
Gastätte mit Festsaal, Postkate um 1900
Schrägluftbild 1930er, Blickrichtung Nord
Schrägluftbild 1970er, Blickrichtung Nord
Besitzer im Häuser-Verzeichniß von 1897
Verweise
Auskünfte
Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Altertumsverein Paderborn
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Sitz im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Die Informationen zu den Häusern der Paderborner Kernstadt werden seit 2023 mit Hilfe des Geschichts-Stammtisch Paderborn „GSP“ erarbeitet.
Auskünfte zu einzelnen Häusern und Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de
















