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ehemals zum Domhof
Haus-Nr. ab 1769:
Paderborn 24
Vahle
Löwen Apotheke
weitere Besitzernamen : 1897 „Wolfsche Apotheke“ Clemens Wolff / Apotheker,
heute: Diözesanmuseum
Fotos
Hausstätte um 1900, Blickrichtung Nord
Diözesanmuseum Blickrichtung West um 2015
Diözesanmuseum Blickrichtung Südost, Schrägluftbild um 2010
Diözesanmuseum, Schrägluftbild Blickrichtung Nordwestest um 2020
Geschichte
Im 8. bis 11. Jahrhundert lag das Grundstück der späteren Hausstätte im Bereich des ehemaligen Bischofspalastes des Bischof Meinwerk (1009 bis 1036) innerhalb der Domburg (Karlsburg). Der Markt sowie die Straße Schildern als Verlängerung der Westernstraße war Teil des ursprünglichen Westfälische Hellweg (eine Fernstraße des Mittelalters zwischen Rhein und Elbe).
Die Fachwerkhäuser vor dem Dom, Markt 19 (links) und 21 (rechts), lagen auf der Südseite des Areals, auf dem sich ursprünglich der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegebene Bischofspalast befunden hatte. Wohl schon seit dieser Zeit waren dort Bürger ansässig. Das Haus Nr. 19 entstand vermutlich 1692 und beherbergte bis 1945 etliche Generationen lang eine Apotheke, die spätere Löwenapotheke, heute Kamp 25. Das Baujahr des Hauses Nr. 21 ist un- bekannt. Der turmartige Anbau wurde wohl im 19. Jahrhundert errichtet. Seit den 1880er Jahren befand sich hier die Buchdruckerei Thiele, die u. a. den „Paderborner Anzeiger“ und die Heimatzeitschrift „Die Warte“ produzierte. Beide Häuser wurden 1945 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Unter Einbeziehung erhaltener Keller des Meinwerkschen Bischofspalastes entstand an ihrer Stelle von 1971 bis 1975 der Neubau des Diözesanmuseums nach Plänen von Gottfried Böhm. Funktionale Mängel erforderten eine grundlegende Sanierung, in deren Verlauf das Museumsinnere von 1991 bis 1993 vollkommen umgebaut wurde.
Grundmauern des Bischofspalastes in den 1970er, Blickrichtung West
Bild aus : Paderborn - Geschichte der Stadt in ihrer Region 3 Bände. Paderborn 1999
siehe : www.wikipedia.org / Domburg Paderborn
Darstellungen des Marktplatzes aus dem Jahr 1755, welche von Bartholomäus Gleseker aus dem Haus Nr.26 angefertigt wurden.
Die Orginalgemälde befinden sich im : Stadtmuseum Paderborn
Blick auf den Markt 1945, Richtung Nord.
Karten
Preußisches Ur-Kataster Paderborn 1830 (Amt für Geoinformationen, Kataster und Vermessung, Paderborn)
Karte nach den Preußischen-Urkataster 1829-30, M. Erichreineke 2025
Karte TK 25 1837
Karte TK 25 1922
Karte TK 25 2001
Karte Google Maps 2025
(öffnen und mit rechter Maustaste auf „In Umlaufbahn um diesen Standort kreisen“)
Dokumente
Haupteingang zur Löwen Apotheke, Postkarte 1920
Schrägluftbild 1930er, Blickrichtung Nord
Besitzer im Häuser-Verzeichniß von 1897
Postkarte vom Markt in Paderborn um 1910, Blickrichtung Nordwest
Verweise
Auskünfte
Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Erzbistumarchiv Paderborn
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek
Altertumsverein Paderborn
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V
Sitz im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Die Informationen zu den Häusern der Paderborner Kernstadt werden seit 2023 mit Hilfe des Geschichts-Stammtisch Paderborn „GSP“ erarbeitet.
Auskünfte zu einzelnen Häusern und Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de


























