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wiki:paderborn_bueren

Büren

www.Büren.de

Dieses ist die Beschreibung des Bürener Landes mit der Stadt Büren mit ihren früheren Dörfern und Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Bauerschaften, Dörfer und Städte

Mit ihren jeweiligen Hausnummern etwa im Umfang von Urkataster:

Hausstätten- und Höfeliste

Geschichte

Vor 1195, als die Stadt gegründet wurde, war Büren schon 300 Jahre eine Bauernsiedlung. Büren (Buranon) wurde 1095 erstmals erwähnt. Um 1150 wurde durch die Edelherren von Büren eine Burganlage am Zusammenfluss von Alme und Afte errichtet. Die Gründung der Stadt Büren wurde durch einen Vertrag zwischen dem Bischof von Paderborn und den Edelherren von Büren 1195 beschlossen. Ferner erteilte er das Münz- und Zollrecht sowie verschiedene Zehnte. Er ließ sich dafür die Stadt als Lehen auftragen und das Öffnungsrecht verbriefen. Auf der Südseite der Burg entstanden ca. dreißig Hausplätze.

Zwischen 1195 und 1220 fand eine erste Erweiterung der Stadt Büren statt. Der aufsteigende Rücken zwischen Alme und Afte wurde durch drei in Nord-Süd-Richtung ziehende Parallelstraßen erschlossen (heute Rosen-, Burg- und Königsstraße), die durch Querstraßen verbunden werden.

1243 stifteten die Edelherren von Büren das Zisterzienserinnenkloster Holthausen, in welchem heute die Familie von Fürstenberg wohnt und in dem die Edelherren von Büren begraben sind.

Eine Urkunde des Paderborner Bischofs sprach 1252 von zwei Bürener Neustädten. Ein überliefertes Schuldbuch von 1286 der livländischen Hansestadt Riga lässt darauf schließen, dass sich Büren bis zirka 1336 rege am hansischen Handel beteiligte. Nach Aussöhnung der Bürener Bürgerschaft mit Bischof Simon III. zu Lippe durch Vermittlung Berndts von Büren wurde 1490 die St.-Sebastian-Bruderschaft gegründet. Im Jahre 1588 wurde die erste Bürener Wasserleitung in Betrieb genommen. Die Bürener Burgen an der niederen Pforte (Burgstraße) wurden von 1717 bis 1728 abgerissen.

Die Geschichte des Bürener Landes spiegelt sich in der Geschichte des Kreises Büren wider. Aber auch schon vor Einrichtung des Kreises Büren prägte die Auseinandersetzung um die Selbständigkeit des Bürener Landes gegenüber der mächtigen Domstadt Paderborn die Region. Erst fochten die Edelherren von Büren, dann die Grafen von Westphalen in Fürstenberg und schließlich das Kloster Dalheim ihre territorialen Ansprüche gegen den Fürstbischof von Paderborn aus. Am 18. Oktober 1816 wurde der Kreis Büren durch Verordnung der Königlichen Regierung in Minden gebildet. Die beiden Gemeinden Oberntudorf und Niederntudorf kamen 1832 vom Kreis Paderborn zum Kreis Büren. Seitdem gehören sie zum Bürener Land.

Der Kreis wure 1975 durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz aufgelöst. Dabei wurde das Bürener Land weit überwiegend zum Kreis Paderborn, zu kleineren Teilen auch zum Hochsauerlandkreis und zum Kreis Soest geschlagen.

Die Bezeichnung Bürener Land ist in eigenen Regionen nicht unumstritten. Aus historischen Gründen wird das Paderborner Land auf das ehemalige Fürstbistum Paderborn bezogen, unter Einschluss des Bürener Landes. Heute wird dieser Begriff von der Region Hochstift Paderborn abgelöst. Der Kreis Paderborn hat versucht, das Bürener Land auf Büren und seine elf Stadtteile zu beschränken und es in die Bezeichnung Paderborner Land mit einfließen zu lassen, siehe Tourismusverband Paderborner Land. Dennoch sehen sich viele vor allem ältere Menschen in den heutigen Städten Bad Wünnenberg, Büren, Lichtenau und Salzkotten sowie in den am 1. Januar 1975 dem Hochsauerlandkreis zugeschlagenen Ortschaften (Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim) als Bewohner des Bürener Landes. Dies wird unter anderem durch den Sportkreis Büren und einen gemeinsamen Lokalteil in den Zeitungen deutlich. Lokalpatriotismus zeigt sich auch in dem gemeinsam veranstalteten Kreisschützenfest des Kreisschützenbundes Büren 1957 e.V. Demgegenüber beklagten sich etwa 1997 Lichtenauer, dass die Einführung des Landkreises Büren in vielen Fällen keine Rücksicht auf die „gewachsenen kulturellen, historischen, geographischen und wirtschaftlichen Verhältnisse“ Lichtenaus genommen habe. In der Tat gab es auch in fürstbischöflicher Zeit außerhalb des Bürener Vorlandes eher Verbindungen zur Hauptstadt Paderborn.

Karten

Verwaltungsstruktur

  • Vor 1803: Fürstbistum Paderborn
  • Seit 1816: Regierungsbezirk Minden → Kreis Paderborn

Stadtarchiv Büren

Heimatverein Büren

Heimatverein Büren

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/paderborn_bueren.txt · Zuletzt geändert: 2019/09/02 21:04 von michael